Mexiko, Guatemala |

Migranten zerstören Grenztor nach Mexiko

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In der Kapelle Santa Marta in Salto de Agua, Chiapas, finden Migranten für ein paar Tage Zuflucht. Steyler Missionare und Freiwillige aus der Pfarrei kümmern sich um die Menschen.  Alfredo Maya, 56, (links) stammt aus Honduras. Archivbild: Adveniat/Matthias Hoch

350 Migrantinnen und Migranten haben am Freitag, dem 12. April 2019, Schlösser an einem Grenztor zwischen Mexiko und Guatemala zerstört, um sich einer größeren Gruppe von 2.000 Migranten auf der mexikanischen Seite anschließen zu können. Ihr Ziel sind die USA. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf die mexikanischen Behörden.

Die Gruppe hatte die Polizei zurückgedrängt und sich vorbeigeschoben. Ein ähnlicher Vorfall geschah bereits im letzten Jahr. Die mexikanischen Behörden beschrieben die Migrantinnen und Migranten als "aggressiv" und "feindselig". Ihren Aussagen zufolge sollen sie eine lokale Polizeistation in Metapa, einem Dorf zwischen der Grenze und der Großstadt Tapachula, angegriffen haben. Genaue Angaben über die Nationalitäten der Migranten konnte die Polizei nicht machen.  

Im südlichen mexikanischen Bundesstaat Chiapas halten sich derzeit mehrere Gruppen von Migranten auf. Die Frustration unter ihnen nimmt zu, da die Polizei das Ausstellen von Visa für humanitäre Notsituationen und Ausreisebewilligungen gestoppt hat oder nur sehr langsam vorangeht. Eine Gruppe von circa 2500 Migrantinnen und Migraten aus Zentralamerika und Kuba wartet in Mapastepec seit einer Woche auf ihre Papiere. (aw)

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