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Drei Honduraner der „Migrantenkarawane“ ermordet

USA, Mexiko, Grenze, Migrantenkarawane

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA in Tijuana. (Foto: Tobias Käufer)

Drei Menschen der „Migrantenkarawane“ sind ermordet worden. Sie hatten sich in den letzten Wochen zu Fuß auf den langen Weg von Mittelamerika in die USA gemacht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, dem 20. Dezember 2018, berichtet, sei ein Honduraner unmittelbar nach seiner Abschiebung aus den USA in seinem Heimatland erschossen worden.

Bei dem Opfer handelt es sich um den 28 Jahre alten Nelson Espinal. Unbekannte ermordeten den jungen Mann in der Nacht zum Mittwoch mit 15 Schüssen. Familienangehörigen zufolge war der gelernte Tischler zuvor zu Fuß in die USA geflüchtet, da es in seiner Geburtsstadt Tegucigalpa im Armenviertel Mara Barrio 18 für ihn zu gefährlich geworden war. In dem Stadtteil kontrollieren Bandenmitglieder der Mara Salvatrucha, eine der brutalsten Gangs des Landes, den Alltag. Er wurde eine Woche vor seiner Ermordung aus den USA abgeschoben.

Trotz seiner Abschiebung wollte sich Espinal Mitte Januar 2019 erneut auf den Weg in die USA machen. „Ich muss gehen, wenn ich bleibe, werden sie mich umbringen“, hatte das Mordopfer zuvor seiner Schwester gesagt. Derweil sorgt in Mexiko die Ermordung von zwei jungen Flüchtlingen für Diskussionen. Behördenangaben zufolge wurden zwei Jugendliche aus Honduras im Alter von 16 und 17 Jahren in der Grenzstadt Tijuana stranguliert, der letztere erschlagen. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte eine „Migrationspolitik basierend auf dem Schutz der Menschenrechte“ an. (bb)
 

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