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Neue Migrantenkarawane startet in Honduras

Karawane, Migration, Flucht

Familie vor ihrer Hütte im Armenviertel "Nueva Esperanza" in San Pedro Sula (Symbolfoto: Achim Pohl/Adveniat)
 

Aus Honduras hat sich erneut eine große Gruppe von Migrantinnen und Migranten auf den Weg in Richtung USA gemacht. Rund 1000 Honduranerinnen und Honduraner, darunter zahlreiche Kinder, versammelten sich zu Wochenbeginn am Busbahnhof in der Stadt San Pedro Sula, um in der Nacht zum Mittwoch, den 10. April 2019 zu Fuß durch Guatemala und Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen, berichtet die Tageszeitung „La Prensa“.

„In dem Ort, aus dem ich herkomme, gibt es weder Chancen auf Arbeit, noch auf eine Ausbildung. Die einzige Möglichkeit an Geld zu kommen ist einen Beruf zu lernen oder Krimineller zu werden, und kriminell will ich nicht werden“, zitiert „La Prensa“ eine jungen Mann aus der Migrantenkarawane. Für die rund 30 Tage lange Reise zu Fuß habe er nur 500 Lempira (rund 18 Euro) in der Tasche, berichtet er, der nach einem gescheiterten Versuch der Einreise in die USA nun zum zweiten Mal sein Glück versucht.

Die Migranten haben sich laut Medienberichten in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine sei bereits am Dienstag losgelaufen, dort laufen Frauen und Kinder gemeinsam mit Männern. Die zweite sei am frühen Mittwochmorgen gestartet. Im Nachbarland Guatemala erklärte der konservative Präsident Jimmy Morales, hinter den Migranten stünden „Schleppernetzwerke“, welche „die Not und Bedürfnisse“ ausnützten. Die US-Regierung hatte zuletzt die von Präsident Donald Trump eingeführte Trennung von Migrantenkindern von ihren Eltern weiter verlängert. (bb)

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