Kolumbien |

Ende der Blockade: Regierung und Indigene einigen sich

Die Region Cauca (Symbolfoto: Adveniat/Achim Pohl)

In Kolumbien haben sich Zentralregierung und indigene Organisationen auf ein Ende der Blockade in der Region Cauca geeinigt. Während der Proteste war die Panamericana-Straße, eine der wichtigsten Verbindungsstraßen des südamerikanischen Landes, 27 Tagen blockiert. „Es ist zu einer Einigung über Investitionen gekommen“, zitiert die Tageszeitung „El Espectador“ Innenministerin Nancy Patricia Gutiérrez auf einer Pressekonferenz am Samstag, dem 6. April 2019.

Die Indigenenproteste waren vor rund einem Monat aus Protest gegen den "Entwicklungsplan“ der Regierung gestartet, der aus Sicht der Demonstranten zu wenig für die wirtschaftlich abgehängte Region und die indigene Bevölkerung in Aussicht stellt. Auch wurde für die Einhaltung von Abkommen zwischen Indigenen-Organisationen und Staat zur Verbesserung der sozialen Lage in Cauca aus den Jahren 2005, 2009 und 2014 auf die Straße gegangen, erinnert „El Espectador“ an den „historischen Kampf“ um Landbesitz der bäuerlichen Gemeinden.

„Wir haben unsere Forderungen durchgesetzt“, erklärte der Indigenensprecher Oliverio Name. Präsident Iván Duque kündigte an, er werde in die Konfliktregion reisen, was er bisher abgelehnt hatte. Die bisher erzielte Einigung sei ein Vorabkommen, Duque werde für die Unterzeichnung eines Abschlusspapiers anreisen, ließ die Regierung in Bogotá mitteilen. Seit 1986 haben indigene Gemeinden über 60 Protest-Blockaden für Investitionen in ihre Gebiete, Landkauf für Gemeinden und Rückgabe geraubter Ländereien durchgeführt. Gegner der Proteste hatten den Indigenen vorgeworfen, Guerilla-Anhänger in die Demonstrationen eingebunden zu haben. (bb)

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