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UN verurteilen Gewalt in Cauca

Cauca, Kolumbien, ELN, FARC

Hier finden die Kämpfe statt: Cauca in Kolumbien (Foto: Adveniat/Pohl)

Die Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen in Kolumbien hat ihre Besorgnis über die anhaltende Gewalt im Departamento Cauca im Südwesten des Landes geäußert. Die hohe Zahl von „gezielten Morden, Attentaten, Bedrohungen, das Verschwindenlassen von Menschen und Vertreibung“ würde die Lage vor Ort verschärfen und für die Bevölkerung „ein hohes Risiko“ bedeuten, berichtet der Radiosender „LaFM“ am Montag, den 28. Januar 2019.

Das Schreiben, das in der letzten Woche ans Innenministerium versendet worden sei, verurteilt die „Kämpfe zwischen bewaffneten Akteuren, die bisher nicht identifiziert werden konnten“. Die beteiligten Gruppen sollten „die Rechte der Bevölkerung respektieren“, fordern die UN-Experten. Die Behörden hingegen sollen „gemeinsam mit den Indigenen-Vertretern die Stärkung von Präventivmaßnahmen und des Schutzes der Bevölkerung“ sicherstellen, so der UN-Appell an die Regierung.

Im Fadenkreuz der Kämpfe würden vor allem die Indigenen von Cauca stehen. Es gäbe eindeutige Beweise dafür, dass die Mitglieder der Cxhab Wala Kiwe (ACIN), einem Zusammenschluss der indigenen Gemeinschaften im Norden von Cauca, Opfer „anhaltender und vielfältiger Aggressionen“ seien. Der Indigenenorganisation zufolge würden „Waffen mit hoher Reichweite und Schusskraft“ eingesetzt, berichtet der Radiosender „RCN Radio“. Staatlichen Stellen zufolge liefern sich abtrünnige FARC-Einheiten in Cauca Kämpfe mit der ELN-Guerrilla. (bb) 
 

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