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Umweltschonend: Teller aus Bananenblättern

Junge Peruaner haben Teller entwickelt, die schnell kompostieren und Einweggeschirr aus Plastik ersetzen sollen.

Adveniat Lateinamerika Kolumbien Bananenplantage

Bananenplantage in Kolumbien. Foto (Symbolbild): Adveniat/Jürgen Escher

Das abbaubare Geschirr aus Bananenblättern leistet einen Beitrag gegen die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll. Dieser landet am Ende häufig in den Meeren. Ein herkömmlicher Wegwerfteller kompostiert erst nach 500  Jahren, der Teller aus Bananenblättern dagegen bereits nach zwei Monaten. Ein Vorteil ist überdies, dass für die Herstellung der ökologisch verträglichen Teller kein Öl benötigt wird.

Kleinbauern aus dem Amazonasgebiet liefern Bananenblätter

Das Projekt wurde vom peruanischen Staat finanziell gefördert, nachdem es zuvor einen Wettbewerb zum Thema "Ressourcen schonen" gewonnen hatte. 50.000 Geschirrteile können derzeit pro Monat gefertigt werden. Hierfür wurden spezielle Geräte und Maschinen konstruiert. Die Erfinder der kompostierbaren Teller arbeiten direkt mit Kleinproduzenten im peruanischen Amazonasgebiet zusammen, die für Ihre Zulieferung der Bananenblätter einen fairen Preis erhalten. Verwendet werden Bananenblätter, die von selbst von den Stauden abfallen.

Die rechteckigen Teller messen 22 x 16 x 3 Zentimeter. Ein weiterer Vorteil neben der raschen Kompostierbarkeit ist, dass das Geschirr keine krebserregenden Substanzen enthält, wie sie sich oft in Wegwerftellern finden. Auch können dem Produkt stark unterschiedliche Temperaturen nichts anhaben.

Teller für feierliche Anlässe in Peru begehrt

Inzwischen werden die Teller aus Bananenblätten in ganz Peru gerne bei feierlichen Anlässen verwendet. Derzeit kosten 100 Stück noch etwa 30 bis 35 Dollar. Mit dem Ausbau der Produktion soll der Preis aber sinken. Vor allem Bio-Restaurants und Imbisse sollen als Kunden gewonnen werden.

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