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Kongress verbietet Plastik ohne Recycling - mit Ausnahmen

Plastik, Müll, Meer

Plastik, aus dem Meer gefischt (Symbolfoto: Bo Eide, Flickr, CC0)

Mit überwältigender Mehrheit hat Perus Kongress ein Gesetz zum Verbot von Plastik beschlossen, das nicht recyclingfähig ist. Am Mittwoch, dem 5. Dezember 2018, stimmten 96 Kongressmitglieder bei zwei Enthaltungen für die Neuregelung, derzufolge Herstellung, Import, Handel und Verkauf von Plastik, das nicht recyclebar ist, künftig im ganzen Land verboten ist, berichten lokale Medien über die Umweltnovelle zum Schutz der Meere und Natur vor Vermüllung.

Künftig werden auch Einweg-Plastiktüten und Styroporverpackungen in Supermärkten, Restaurants und auf Märkten verboten sein. Wirtschaft und Handel werden für die Umsetzung des Verbots und der Suche nach Ersatzmaterialien eine Frist von drei Jahren eingeräumt. Ausnahmen erlaubt das Gesetz für Einwegnutzung für Nahrungsmittel, wie Strohhalme, Plastikbecher, Besteck und Teller. Auch die medizinische Nutzung von Einweg-Plastikmaterialien ist ausgenommen. Allerdings wird das Umweltministerium ein Firmenregister mit erlaubten Einweg-Produkten erstellen.

Als weitere Maßnahme gegen die Flut von Plastikmüll, die auch vor Perus Meer, Stränden und Straßengräben nicht halt macht, ist das Ende der kostenlosen Plastiktüten beim Einkauf. Es gehe auch um ein „anderes Bewusstsein der Bürger“, so der Abgeordnete Miguel Andrés Torres. Die Herstellung nicht-recyclebarer Plastikprodukte wird ab dem 28. Juli 2021 vollständig verboten sein. An diesem Tag feiert Peru den 200. Jahrestag seiner republikanischen Geschichte, informiert die Tageszeitung „El Peruano“ über den Kongressbeschluss. (bb)