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Einwegplastiktüten verboten

Die Plastik-freie Woche der US Army in Ansbach, Deutschland (Symbolfoto: USAG Ansbach)

In Panama sind Einwegplastiktüten seit dem Wochenende verboten. Das im Jahr 2018 beschlossene Gesetz, das Supermärkten, Apotheken und Einzelhändlern die Ausgabe von Polyethylen-Einkaufstüten verbietet und Herstellern die Produktion untersagt, trat am Sonnabend, dem 20. Juli 2019 in Kraft, berichtet der TV-Sender "Telemetro" über die Umweltschutzmaßnahme. 

Großhändlern wurde eine Umsetzung der Norm bis 2020 eingeräumt. Mit dem Schritt ist die 4-Millionen-Einwohnernation das erste Land in Mittelamerika, das die Wegwerftüten verbietet. Bei Verstoß gegen die Vorgabe droht ein Bußgeld, das direkt in den Staatshaushalt fließt, informiert der Fernsehkanal "Eco". Ausnahmen von der Öko-Regel gelten für Produkte, die aus hygienischen oder medizinischen Gründen in Plastiktüten transportiert werden müssen.

"Eine Plastiktüte kostet rund anderthalb Cents, die Tüten, die wir jetzt herstellen, kosten fünf Cents oder mehr", prognostiziert Cristobal Siu, Manager des Tütenherstellers "Plásticos Generales" gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In Lateinamerika sind Einwegplastiktüten etwa in Kolumbien und Chile verboten. Ein Verbot von anderen umweltschädlichen Einweg-Plastikprodukten wie Plastikflaschen, Plastikbesteck oder Plastikbecher ist nicht in Aussicht. (bb)

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