Argentinien |

Regierung friert Preise wegen Inflationsrekord ein

Symbolfoto: U.S. Department of Agriculture, Flickr

Wegen der steigenden Inflation in Argentinien hat die Regierung die Preise für insgesamt 64 Produkte des alltäglichen Lebens eingeschlossen. „Heute wird mit den Preisen für überlebenswichtige Produkte mittels Kennzeichnung zur Information der Konsumenten begonnen“, zitiert die Tageszeitung „Todo Noticias“ am Montag, den 22. April 2019 den Direktor des Nationalen Instituts für Verbracherschutzes, Fernando Blanco Muiño.

Seit Wochenbeginn müssen die Supermärkte landesweit Produkte mit regulierten Preise anbieten. Der Preisstopp gelte zunächst für die kommenden sechs Monate. Die Regierung von Präsident Mauricio Macri hatte zuvor ein entsprechendes „Handelstreue“-Gesetz verabschiedet, das eine bestehende Norm aus Zeiten der Militärdiktatur modifiziert. Bei Verstoß gegen die Preisauflagen drohen Strafen bis zu 200 Millionen Pesos (4,2 Millionen Euro) und die Schließung des Geschäftes bis zu 30 Tagen.

In der Liste mit Preisstopp, die den Kunden im Internet und in den Geschäften ausgelegt wird, befinden sich Öl, Nudeln, Milch, Mehl, Reis und Zucker. Aber auch Mate-Tee, Brot und Tomatensoße in Dosen. Bei Verhandlungen mit der Nahrungsmittelindustrie und dem Großhandel hatte Präsident Macri am Ostermontag seine erneute Kandidatur für das höchste Amt im Staate bekanntgegeben. Seine Kontrahentin und Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner werde er mit „52 bis 48 Prozent“ besiegen, so Macri im Regierungspalast „Casa Rosada“. (bb)

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