Argentinien |

Tausende protestieren gegen Macri

Präsident Macri (r.) mit US-Präsident Trump (Foto: The White House)

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires haben am Donnerstag (Ortszeit) mehrere tausend Demonstranten gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri protestiert. Zu dem Protestmarsch hatten einige Gewerkschaften und soziale Organisationen aufgerufen. Nach einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie der Katholischen Universität UCA leben in dem südamerikanischen Land inzwischen 31,3 Prozent der Bevölkerung in Armut, das sind rund 12,7 Millionen Menschen. Damit liegt die Armutsquote auf dem höchsten Stand seit 2010. Argentiniens Präsident Macri, der sich in diesem Jahr der Wiederwahl stellt, hatte die Armutsbekämpfung zum Gradmesser seiner Präsidentschaft erklärt.

Unterdessen ist Macris Kabinettschef Marcos Pena nach einem Bericht der Tageszeitung "La Nacion" am Donnerstag (Ortszeit) mit der Spitze der argentinischen Bischofskonferenz zusammengekommen, um , wie es aus Regierungskreisen hieß, die Bischöfe über die wirtschaftliche Entwicklung im Land aus erster Hand zu informieren. An dem Treffen nahm der Episkopats-Vorsitzende Bischof Oscar Ojea und der Erzbischof von Buenos Aires, Kardinal Mario Poli, teil. Zuletzt hatten sich die Bischöfe über die wirtschaftliche Lage und die schlechte Stimmung im Land besorgt gezeigt.

Die Bischofskonferenz teilte anschließend mit, es habe sich um ein fruchtbares und positives Treffen gehandelt, bei der es Übereinstimmungen gegeben habe in der Bewertung der sozialen Lage sowie den Anstrengungen, die unternommen werden müssten, um diese zu überwinden. Ebenfalls zur Sprache kamen die anstehenden Besuche der argentinischen Bischofskonferenz im Vatikan, die am 28. April beginnen. (KNA)

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