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Polizeiaktion gegen illegalen Gold-Bergbau

Goldgräberstelle zwischen Delta 1 und Puerto Luz in Peru (Foto: Adveniat/Tina Umlauf)

In Perus Amazonasregion Madre de Dios sind Hunderte Polizisten gegen den illegalen Gold-Bergbau vorgegangen. Wie die Tageszeitung „El Comercio“ berichtet, seien bei der „Mega-Operation Mercurio 2019“ (deutsch: Quecksilber 2019) im Nationalpark Tambopata über 1200 Polizisten zum Einsatz gekommen, so das Blatt. 300 Soldaten würden zudem umliegende Ortschaften und öffentliche Einrichtungen vor möglichen Protesten absichern.

Ziel des Polizeieinsatzes sei die Unterbindung des umweltschädlichen Goldschürfens in den Flussbetten, begründeten Behörden die Aktion, die aus der Luft mit Hubschraubern unterstützt wurde. Obwohl Tausende Menschen im illegalen Bergbau arbeiten, sei lediglich ein Goldschürfer und seine Familie verhaftet worden, so „El Comercio“. Die Goldgräber seien gewarnt worden, woraufhin sie ihre Arbeitsgeräte und sich selbst in Sicherheit brachten. In den Distrikten von Tambopata, Inambari, Las Piedras und Laberinto sei per Präsidialdekret der Notstand ausgerufen worden, was die Bürgerrechte massiv einschränkt.

Die Sicherheitskräfte würden 180 Tage vor Ort bleiben, informierte das Innenministerium in Lima. Neben der Zerstörung der Flussläufe und des gesundheitsschädlichen Einsatzes von Quecksilber ist die Abholzung von Regenwald eine Gefahr für Umwelt, Artenvielfalt und Klima. In 2018 wurden 9.280 Hektar Regenwald abgeholzt, was rund 13.000 Fußballfeldern entspricht. Peru ist der weltweit sechsgrößte Goldproduzent. Weite Teile des illegal geförderten Goldes werden über die Grenze nach Bolivien geschmuggelt. (bb)

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