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Internationaler Aktionstag gegen Staudämme

Am 14. März gibt es rund um den Globus Proteste gegen die Schäden, die den Flüssen zugefügt werden.

Staudamm, Klima, Umwelt

Mauer des Sobradinho Staudamms in Brasilien (Foto: Adveniat/Gleice Mere)

Der Internationale Aktionstag gegen Staudämme ist zugleich einer für die Flüsse, das Wasser und das Leben. Überall auf der Welt werden Menschen aktiv. Staudämme sind wichtig für die Energieerzeugung und die Bewässerung, dem stehen aber hohe ökologische Kosten gegenüber. So nimmt etwa die Zahl der Fische ab, und es kommt zu unumkehrbaren Auswirkungen auf Feuchtgebiete. Mit dem Bau von Staudämmen ist die Überflutung großer Flächen Land verbunden, Tiere und Pflanze gehen verloren. Bäume verschwinden unter der Wasseroberfläche, im Zersetzungsprozess entstehen große Mengen an Kohlendioxid und Methan, welche die Klimaerwärmung fördern.

Wasserkraft zwar erneuerbar, aber nicht umweltfreundlich

Die Idee für einen Internationalen Aktionstag gegen Staudämme entstand 1997 im Rahmen des ersten internationalen Treffens der von Staudämmen Geschädigten im brasilianischen Curitiba. Weltweit gibt es mehr als 45.000 Staudämme. Über die Hälfte aller Flüsse der Welt werden an irgendeiner Stelle gestaut. Dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin zufolge ist Wasserkraft zwar eine erneuerbare, aber nicht zwingend eine klimaneutrale und umweltfreundliche Energiequelle. Eine Weltbank-Studie beziffert den Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Stromproduktion auf rund 20 Prozent. 80 Prozent hiervon entfallen auf Wasserkraft. Etwa 3.700 Staudämme befinden sich im Bau oder in der Planung - vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. (bs)