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Vermeintlich ausgestorbene Riesenschildkrötenart auf Galapagos entdeckt

Forscher entdecken auf Galapagos Riesenschildkröten-Arten, die als ausgestorben galten. Symbolfoto: Bedrohte Schildkröten in einem Refugium auf der Insel Santa Cruz/ Tim Vogel/ Adveniat 

Lonesome George galt als vermeintlich letzter seiner Art. Er wog 90 Kilogramm und er gehörte zu einer besonderen Spezies der Galapagos-Riesenschildkröten, die auf der Insel Pinta lebte. Als er 2012 mit rund hundert Jahren starb, machten sich Forscher auf die Suche nach noch weiteren lebenden Artgenossen von George. Vergeblich. Mit ihm schien eine ganze Art der Riesenschildkröten ausgestorben zu sein. 

Nun hat ein 45-köpfiges Forschungsteam jedoch bei Arbeiten rund um den Wolf-Vulkan, den höchsten Vulkan der Galapagos-Inseln, Riesenschildkröten entdeckt, die zur selben Abstammungslinie gehören wie Lonesome George. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Galapagos-Nationalpark bestätigte demnach, dass die Forscher ein verwandtes Weibchen der ausgestorbenen auf Pinta lebenden Spezies gefunden hätten. Zudem wurden weitere zwölf Männchen und 18 Weibchen gefunden, die einer Spezies der Floreana-Inseln angehören, die ebenfalls als ausgestorben galt.

Piraten und Walfänger hätten die Schildkröten vor langer Zeit von anderen Inseln auf die Insel Isabela gebracht, wo der Wolf-Vulkan liegt. Insgesamt leben rund um den Vulkan Schätzungen der Galapagos Conservancy zufolge zwischen 10.000 und 12. 000 Schildkröten. Vier Arten gelten als bereits ausgestorben. Insgesamt sind die Galapagos-Inseln der weltweit größte Lebensraum für endemische Arten, also Arten, die ausschließlich dort  vorkommen. 

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