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Stichwahl in Uruguay

(Symbolfoto) Daniel Martínez (2. v. l) war ab 2015 Bürgermeister von Montevideo, bevor er sich als Präsidentschaftskandidat bewarb.  Foto: Daniel Martínez, Mayor of Montevideo, ITU Pictures, CC BY 4.0

Bei den Präsidentschaftswahlen in Uruguay hat sich keiner der zwei Spitzenkandidaten in der ersten Wahlrunde durchsetzen können. Beim Urnengang um das höchste Amt am Sonntag, den 27. Oktober 2019, holte Daniel Martínez von der linken Regierungspartei Frente Amplio vorläufigen Ergebnissen zufolge 39,2 Prozent. Sein Konkurrent, Luis Lacalle Pou von der konservativen Nationalpartei kam auf 28,6 Prozent, wie lokale Medien berichten. 

Auf Platz drei und vier landeten die Kandidaten der Partido Colorado (12,3 Prozent) und des Cabildo Abierto (10,9 Prozent). Die Entscheidung wird damit in einer Stichwahl am 24. November 2019 fallen, in vier Wochen werden die rund 2,6 Millionen Wahlberechtigten erneut ihre Stimmen abgeben müssen. In einer ersten Reaktion erklärte der 62-jährige Martínez, er werde „den Weg des Dialogs“ gehen und mit anderen Parteien verhandeln, um sich deren Unterstützung für den zweiten Wahlgang zu sichern, berichtet die Tageszeitung „El País“.

Kurz nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse kündigten sowohl die Partido Colorado wie auch das Cabildo Abierto an, sie würden den 46 Jahre alten Oppositionskandidaten Pou unterstützen. Das Mandat des amtierenden Präsidenten Tabaré Vásquez der Partido Socialista endet am 1. März 2020. Zeitgleich zu den Präsidentschaftswahlen wurde am Sonntag auch ein neues Parlament gewählt, erstmals werden sieben Fraktionen in der Volksvertretung sitzen. Eine parallele Abstimmung zur Änderung der Verfassung, die den Einsatz von Militärs gegen Kriminalität im Inland zum Ziel hatte, erhielt mit nur 46 Prozent Zustimmung keine Mehrheit. (bb)

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