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Konflikt um blockierte Erdöl-Pipeline beigelegt

Eine Ölpipeline im Regenwald Perus (Symbolfoto: Adveniat/Jürgen Escher)

Im Streit zwischen der kanadischen Erdölfirma „Frontera Energy“ und indigenen Dorfbewohnern um eine blockierte Erdölpipeline im peruanischen Amazonas-Departamento Loreto hat Perus Regierung eine Beilegung des Konflikts erzielt. Das staatliche Erdöl-Unternehmen Petroperú werde das seit drei Monaten zerstörte Pipeline-Teilstück reparieren und den Gemeinden im Gegenzug staatliche Unterstützung anbieten, zitiert die Tageszeitung „La República“ eine Presseerklärung der Regierung.

„Wir haben Vereinbarungen erzielt, die eine Verbesserung der Gemeinden bei den Themen Gesundheit, Bildung und anderen Bereichen erlaubt“, so zum Ort gereiste Premierminister César Villanueva. 50 Arbeiter würden für die Reperaturarbeiten angestellt, darunter auch Männer aus der Gegend. Die Anwohner der Indigenen-Gemeinde Mayuriaga im Distrikt Morona in der Provinz Datem del Marañón hatten die Pipeline „Oleoducto Norperuano“ am 27. November 2018 angegriffen und zerstört. Grund des Angriffs sei laut der Tageszeitung „El Comercio“ ein Wahlergebnis gewesen, mit deren Ausgang ein Teil der Dorfbewohner nicht einverstanden gewesen sei.

Durch die unterbrochene Pipeline, die Erdöl vom größten Erdölfeld 192 des Landes zur Pazifikküste transportiert, seien Schäden in Höhe von 50 Millionen US-Dollar entstanden, laut der staatlichen „Petroperú“. Durch die Zerstörung der Anlage seien 8000 Barrel Erdöl ins Erdreich geflossen. Eine Delegation des Umweltministeriums werde die entstandenen Ökoschäden evaluieren. In der Region Loreto kommt es sei Jahren zu Protesten gegen die Umweltschäden durch die Erdölförderung. Von Seiten der protestierenden Gemeinde liegen keine Reaktionen zur Einigung vor. (bb)

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