Honduras, Nicaragua |

Klimaaktivisten aus Mittelamerika auf Deutschland-Tour

Symbolbild (Trockener Boden im Chaco, Paraguay): Adveniat/Jürgen Escher

Zwei Klimaaktivisten aus El Salvador und Nicaragua haben bei einem Deutschlandbesuch auf Ursachen und Folgen des Klimawandels in ihren Heimatländern aufmerksam gemacht. Auf Einladung des Ökumenischen Büros München gaben Janett Castillo vom „Movimiento Comunal Nicaragüense de Matagalpa“ und José Guevara von der „Bewegung der Betroffenen von Klimawandel und Großkonzernen“ Seminare, nahmen an Klimademonstrationen teil und besuchten ökologische Projekte, wie die Deutsche Welle berichtet.

„Wir haben mit Schülern gesprochen und waren überrascht, wie groß das Interesse an diesen Themen ist“, berichtet Castillo gegenüber der Deutschen Welle von ihrer Teilnahme an den wöchentlichen Protesten der Klimabewegung „Fridays For Future“. El Salvador und Nicaragua gehören wie Honduras zum mittelamerikanischen Trockenkorridor. Hier häufen sich in den letzten Jahren Extremwetterereignisse wie Stürme, Hitze und Dürre, was zu historischen Ernteausfällen führt. Laut UN-Angaben sind in 2019 rund 1,4 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen.

„Wir sprechen von 36 bis 40 Prozent Unterernährung bei Kinder bis fünf Jahren“, so Castillo über die Lage in Nicaragua. „Wenn wir nicht unser Wirtschaftsmodell verändern, dann wird es schwierig, Änderungen herbeizuführen oder den Klimawandel zu verringern“, macht Gueavara Monokulturen, Exportwirtschaft und die Macht großer Agrarkonzerne in El Savador für die Umweltkrise mitverantwortlich. Wissenschaftlern zufolge gilt Mittelamerika als eine der Weltregionen, die am stärksten von der Klimakrise betroffen ist. Die Deutschlandreise wurde co-finanziert von „Brot für die Welt“, dem deutschen Entwicklungshilfeministerium und „FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk“. (bb)

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