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Notstand wegen Dürre

Lateinamerika Trockenheit Dürre El Niño

Symbolbild (Trockener Boden im Chaco, Paraguay): Adveniat/Jürgen Escher

Nach Wochen der Dürre durch das Wetterphänomen "El Niño" hat Honduras Präsident Juan Orlando Hernández in den betroffenen Regionen des mittelamerkanischen Landes den Notstand erklärt. "Wir werden jetzt einen Aktionsplan ausarbeiten, in dem die Kommunen eine wichtige Rolle übernehmen", zitiert die Tageszeitung "La Prensa" den konservativen Staatschef bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 5. September 2019.

Nach Wochen ohne Niederschläge sind vor allem die großen Städte von Trinkwasserknappheit bedroht. Wie die staatliche Wasserbehörde informierte, sei die Hauptstadt Tegucigalpa eine der am meisten betroffenen Gebiete. Nach einem Rückgang der zwei wichtigsten Staudämme zur Wasserversorgung der 1,3-Millionen-Einwohnerstadt um 20 Prozent muss das kostbare Gut in den Haushalten schon jetzt jeden fünften Tag rationiert werden. Die Vorräte in würden noch für 40 Tage reichen, forderte der Bürgermeister die Bewohner auf, für Regen zu beten. 

Auf dem Land sind Mais- und Bohnenernte, die zwei für Honduras wichtigsten Grundnahrungsmittel, von der anhaltenden Dürre betroffen. Auch die Viehwirtschaft klagt über den Verlust von Tierbeständen, berichtet die Nachrichtenagentur CNN. Die Regierung gab als erste Sofortmaßnahme acht Millionen US-Dollar für Geschädigte frei. Aus Israel werde ein Expertenteam für Bewässerung eingeflogen. Hernández beklagte, Honduras sei das Land, das "am stärksten auf der Welt vom Klimawandel betroffen" sei. (bb)

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