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Starkes Erdbeben erschüttert die Region Cajamarca

Ein Erdbeben der Stärke 8,0 hat internationalen Medienberichten zu Folge die nordperuanische Region Cajamarca erschüttert. Demnach habe in der Stadt Huarango in den frühen Morgenstunden des 26. Mai 2019 die Erde gebebt. Bisher gibt es ein Todesopfer sowie zahlreiche Verletzte zu beklagen. Darüber hinaus seien mindestens knapp 30 Häuser im Epizentrum des Bebens vollständig zerstört, und die Versorgung mit Strom ist derzeit unterbrochen. Die Auswirkungen des Bebens waren auch in den Nachbarländern Ecuador, Kolumbien und Venezuela zu spüren.

Genaue Schäden noch nicht absehbar

Der Präsident des südamerikanischen Landes, Martín Vizcarra, hat bereits am Sonntag angekündigt, in die Katastrophenregion zu reisen. Neben Huarango seien insgesamt acht Regionen des Andenstaates betroffen. Das genaue Ausmaß der Zerstörung gelte es noch zu erfassen. Auch die Höhe des wirtschaftlichen Schadens sei laut Vizcarra noch nicht vollständig absehbar. Außerdem sollen noch einige Kleinstädte im Departament Cajamarca evakuiert werden, um weitere Opfer zu verhindern. Durch den Einsturz einer wichtigen Brücke sowie die Zerstörung von Straßen haben auch Rettungskräfte Probleme, die betroffenen Orte zu erreichen. Die Staatschefs anderer südamerikanischer Staaten haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Cajamarca ist eine bei Touristen sehr beliebte Region und lebt sowohl vom Tourismus als auch von der Landwirtschaft. In der Vergangenheit hat sie vor allem wegen der Proteste gegen große Minenprojekte Schlagzeilen gemacht. Im peruanischen Vergleich gilt sie trotz ihrer Berühmtheit und vielen Sehenswürdigkeiten als unterdurchschnittlich entwickelt.

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