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Erdbeben erschüttert Venezuela

Symbolbild: eine Kirche nach dem Erdbeben 2010 in Chile. (Foto: Hoch/Adveniat)
Symbolbild: eine Kirche nach dem Erdbeben 2010 in Chile. (Foto: Hoch/Adveniat)

Das Beben dauerte mehrere Sekunden lang und war besonders im Nordosten Venezuelas zu spüren.

Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben der venezolanischen Erdbebenwarte Funvisis gegen 17.30 Uhr (Ortszeit, 23.30 Uhr MESZ). Zu diesem Zeitpunkt waren viele Menschen auf dem Rückweg von der Arbeit. Das Epizentrum lag demnach 19 Kilometer südöstlich von Yaguaraparo im Bundesstaat Sucre in einer Tiefe von 123 Kilometern.

Tsunami-Warnung

 

Das US-Tsunami-Zentrum gab vorübergehend eine Warnung heraus. Zerstörerische Wellen seien in einem Umkreis von 300 Kilometern um das Epizentrum herum möglich, hieß es in der Mitteilung. Die Wellen könnten die Küste von Venezuela sowie die Karibikinseln Grenada, Trinidad und Tobago treffen. Über eventuelle Opfer oder Schäden gibt es bisher keine Berichte.

 

Häuser in Caracas schwankten

 

Der starke Erdstoß war auch in der knapp 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Caracas zu spüren, wie der TV-Sender NTN24 in einem Twitter-Video zeigt: Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Zahlreiche Gebäude wurden evakuiert. In Irapa in Sucre gab es Sachschäden.

 

Venezuelas Innenminister Néstor Reverol rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. "Das ist eine Situation, in der man mit viel Bedacht handeln muss", sagte er. Auch im Nachbarland Kolumbien schreckte das Beben die Menschen auf. Im historischen Zentrum der Hauptstadt Bogotá wurden mehrere Gebäude evakuiert. Der Internationale Flughafen El Dorado wurde für eine Überprüfung der Start- und Landebahnen kurzfristig geschlossen. Ein weiteres Erdbeben erschütterte den Inselstaat Vanuatu im Pazifik. Dieser Erdstoß hatte eine Stärke von 6,7, wie die Behörden mitteilten.

 

Quelle: Deutsche Welle, se/fw (rtr, ap, dpa, afp)

Geringe Schäden an Gebäuden

Den ersten Eindrücken zufolge hat das Erdbeben nur geringe Schäden an den Gebäuden Venezuelas verursacht, berichtet die Nachrichtenagentur AP. An einigen Orten sei der Strom ausgefallen und Supermarktregale seien umgefallen. Experten begründen die geringe Zerstörungskraft mit der Tiefe des Bebens. Das Erdbeben hatte seinen Ursprung ungefähr 123 Kilometer unter der Erdoberfläche, was trotz der Stärke des Bebens dazu führte, dass die Erschütterung an der Oberfläche nicht allzu stark ausfiel. (aw)