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Punktsieg für Ex-Präsident Temer

Freilassung und Festnahme wechselten sich für den früheren Staatschef zuletzt ab. Auch jetzt ist die Haft nicht dauerhaft abgewendet. Denn das Verfahren in der Hauptsache steht noch aus.

Freilassung und Festnahme wechselten sich für Michel Temer zuletzt ab. Jetzt öffnet sich die Zellentür wieder. (Foto: picture-alliance/dpa/Agencia Brazil/M. Corrêa)

Der wegen Korruptionsvorwürfen inhaftierte ehemalige brasilianische Präsident Michel Temer (Archivbild) kommt einstweilig frei. Der Oberste Gerichtshof gab einem Antrag der Verteidigung statt. Temer muss damit nicht im Gefängnis auf seinen Prozess warten. Er darf aber das Land nicht verlassen und auch keine öffentlichen Ämter bekleiden.

Der Ex-Staatschef war im März gemeinsam mit weiteren Verdächtigen wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in den Korruptionsskandal "Lava Jato" (Autowäscherei) festgenommen worden. Unter anderem soll er bei der Vergabe eines Energieprojekts die Zahlung von Schmiergeldern eingefädelt haben. Temer streitet die Vorwürfe ab.

Der Polizei gestellt

Schon kurz nach seiner Festnahme war der 78-Jährige erstmals freigelassen worden. In der vergangenen Woche hatte ein Bundesgericht allerdings die entsprechende Verfügung kassiert. Temer stellte sich daraufhin der Polizei.

Im Zuge der "Lava Jato"-Ermittlungen um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras wird in Brasilien gegen Dutzende Politiker und Geschäftsleute ermittelt. Der frühere Präsident Luiz Inácio da Silva wurde wegen Bestechlichkeit bereits zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

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