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In El Salvador formiert sich neuer Flüchtlingstreck in die USA

Mexiko, Migranten, Herberge, Adveniat

Die Schuhe am Eingang der Kapelle Santa Marta in Salto de Agua, Mexiko, haben einen weiten Weg hinter sich. Hier kümmern sich Steyler Missionare und Freiwillige aus der Pfarrei um Menschen, die aus ihren Heimatländern, vornehmlich El Salvador und Honduras, fliehen und sich auf den gefährlichen Weg in die USA machen. Foto: Adveniat/Matthias Hoch

In El Salvador formiert sich nach lokalen Medienberichten eine neue Karawane von Flüchtlingen in Richtung Vereinigte Staaten. Die Direktorin der nationalen Migrationsbehörde, Evelyn Marroquin, rief derweil die Bevölkerung des mittelamerikanischen Landes dazu auf, sich nicht von Personen mobilisieren zu lassen, die falsche Versprechungen machen würden. "Wir haben Kenntnis davon, dass sich eine neue Karawane von Migranten organisiert, die im Januar in Richtung USA reisen will. Deswegen sind wir dabei, die Menschen über die Risiken zu informieren", sagte Marroquin im salvadorianischen Fernsehen am Mittwoch, 12. Dezember 2018 (Ortszeit).

In den vergangenen Wochen hatten sich allein drei Flüchtlingstrecks aus El Salvador auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Viele der Migranten haben inzwischen in Mexiko um Asyl gebeten oder sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Mitte Oktober hatte sich auch eine Migrantenkarawane aus Honduras auf dem Weg in Richtung USA gemacht. Im nordmexikanischen Tijuana versuchten einige hundert Migranten dieser Karawane die Grenze zu den USA zu stürmen, wurden aber von den US-Beamten mit Hilfe von Tränengas zurückgedrängt. Danach löste sich die Karawane in verschiedene Gruppen auf. Ein Teil der Migranten ist inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt, andere wollen in Mexiko bleiben.

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