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Erklärung zum Schutz des Amazonasgebietes

Kolumbiens Regierung, der Kongress und Umweltschutzorganisationen haben ein Dokument unterzeichnet, das sich dem Schutz der Natur und der indigenen Völker verpflichtet.

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Das Amazonasgebiet, die "grüne Lunge der Erde", aus der Luft. Foto: Adveniat/Thomas Milz

Kolumbiens Umweltministerium spricht von einer Erklärung zum Erhalt von 20 Naturschutzgebieten und 208 indigenen Territorien, Heimat von 62 indigenen Völkern. In dem Gebiet, um das es geht, leben rund eine Million Menschen. Die Gesamtbevölkerung Kolumbiens zählt rund 48 Millionen. Details zur Umsetzung des Plans ist das Umweltministerium bislang schuldig geblieben. Die Rede ist von innovativen Strategien der Finanzierung, mit denen langfristig die Entwicklung von Schutzgebieten vorangetrieben werden soll.

Waldbrände im Amazonasgebiet sorgten für Druck auf Regierungen

Den Hintergrund bildet der „Pacto de Leticia“, der am 6. September 2019 in der kolumbianischen Stadt Leticia geschlossen wurde. Aufgrund der verheerenden Brände im Amazonasgebiet einigten sich die sieben Anrainerstaaten Kolumbien, Peru, Brasilien, Ecuador, Bolivien, Surinam und Guyana auf Maßnahmen zur Verbesserung des Regenwaldschutzes. Kolumbien will nun staatliche Investitionen mit privaten sowie dem Engagement der Zivilgesellschaft verbinden. Ziel ist neben einer Verringerung der Abholzung und dem Schutz des Amazonas-Flusses auch die Bekämpfung des illegalen Handels mit tropischen Tieren und Pflanzen. Die Gemeinden vor Ort sollen in den Prozess eingebunden werden.

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