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"Wir brauchen Brücken und nicht Mauern"

Mexiko-Stadt. Drei prominente mexikanische Bischöfe haben die Einwanderungspolitik des US-Präsidenten Barack Obama kritisiert. Obama habe keine Signale gesendet, die bisherige restriktive Einwanderungspolitik der USA zu ändern, heißt es in einem am Dienstag (24.11.) verbreiteten Interview der Nachrichtenagentur Notimex.

"Nach den jüngsten Entscheidungen, die er getroffen hat, haben wir keine allzu große Hoffnung", sagte Bischof Renato Ascencio Leon aus der Grenzstadt Ciudad Juarez, der Mitglied des Päpstlichen Migrantenrates ist. Der Erzbischof von Yucatan, Emilio Carlos Berlie Belaunzaran, kritisierte vor allem das amerikanische Festhalten am Ausbau der Grenzbefestigungen: "Wir brauchen Brücken und nicht Mauern", so Berlie. Auch Erzbischof Rafael Romo Munoz von Tijuana äußerte sich kritisch.

Die vorige US-Regierung habe nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Politik der nationalen Sicherheit über die Einwanderungspolitik gestellt. Bei den mexikanischen Einwanderern handele es sich jedoch nicht um Terroristen und Mörder. Vielmehr seien sie fleißige Arbeiter, die Geld verdienen wollten, um ihre Familien zu versorgen.

Quelle: kna