Kolumbien, Ecuador |

Wiederaufnahme bilateraler Arbeitsgespräche

Die Außenminister Kolumbiens und Ecuadors, María Ángela Holguín und Ricardo Patiño, werden am heutigen 29. September in der kolumbianischen Grenzstadt Ipales zu bilateralen Gesprächen zusammenkommen. Die Zusammenkunft der Minister wird die „16. Kommission der Nachbarschaft und Integration" beschließen. Bereits seit Dienstag debattieren rund 300 Delegierte beider Länder über bilaterale Fragen, berichtet die Nachrichtenagentur Telesur.

Das letzte Treffen der Kommission hatte im April 2006 in Quito stattgefunden. Die Gespräche waren ausgesetzt worden, nachdem die kolumbianische Armee am 1. März 2008 ein Lager der kolumbianischen FARC-Guerilla auf ecuadorianischem Territorium bombardiert hatte. Dabei waren 25 Personen getötet worden. Ecuador hatte daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen und erst Ende 2010 wieder aufgenommen, nachdem der kolumbianische Präsident Uribe aus dem Amt geschieden war.

Ein wichtiges Thema auf der Agenda der Delegierten werde die Situation der rund 53.000 Menschen sein, die vor dem bewaffneten Konflikt in Kolumbien nach Ecuador geflohen sind, berichten lokale Medien. Weitere Themen seien die Wiederbelebung von fünf Arbeitsgruppen, die zu Grenzangelegenheiten, Umweltfragen, Energie und Infrastruktur, Fragen des Handels und der Produktion sowie sozialen und kulturellen Angelegenheiten arbeiten sollen. (bh)

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