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Weitere Häftlinge kommen frei

Trotz der Kritik von kubanischer Dissidenten am Dialog der katholischen Kirche mit der Regierung in Havanna, wollen die kubanischen Bischöfe ihre Vermittlerrolle weiter fortsetzen. Die Erzdiözese der kubanischen Hauptstadt teilte am Dienstag (Ortszeit) in einer Stellungnahme mit, dass sechs weitere politische Gefangene aus der Haft entlassen werden und nach Spanien ausreisen dürfen. Damit erhöht sich die Zahl der insgesamt freigelassenen Regimekritiker auf 26 Häftlinge.

Die Freilassungen sind das Ergebnis eines direkten Dialoges der Spitze der kubanischen Kirche mit Staatspräsident Raul Castro. Insgesamt sollen 52 seit 2003 einsitzende oppositionelle Häftlinge frei kommen.

Zuletzt hatten kubanische Dissidenten in einem Brief an Papst Benedikt XVI. der Kirche vorgeworfen, die Gespräche zur Freilassung politischer Gefangener dienten ausschließlich dem Vorteil des Castro-Regimes. Die Bischöfe wiesen die Vorwürfe zurück. Zwar seien sie sich der Brisanz ihrer Vermittlungstätigkeit bewusst gewesen. U tätigkeit sei jedoch „keine annehmbare Option.“ (tk)