Bolivien |

Weenhayek ohne Wasser

Die Lage am paraguayisch-bolivianischen Grenzfluss Pilcomayo spitzt sich zu. »Wir werden ohne Arbeit bleiben, weil es keine Fische mehr gibt. Sie sterben, weil es kein Wasser gibt«, erklärte am Sonntag Moisés Sapiranda von der »Organisation der Capitanías Weenhayek und Tapiete in Tarija« (ORCAWETA) gegenüber Radio Erbol. In den letzten zwei Wochen war es zu einem massiven Fischsterben gekommen.

Ursache des Wasserrückgangs ist ein für den Straßenbau in Paraguay aufgeschütteter Damm, der das Wasser des Grenzflusses in Richtung Bolivien abschneidet. In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Beschwerden und Protesten der Betroffenen gekommen, die aber ohne Antwort der Behörden beider Länder blieben.

Mit den indigenen Gemeinden im Dreiländereck Bolivien, Paraguay und Argentinien werde es aufgrund der Notlage ein Treffen geben, um gemeinsame Forderungen und Aktionen zu formulieren, gab ORCAWETA-Vorsitzender Sapiranda am Sonntag bekannt. (bb)