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Wahlkampf um Präsidentschaft eröffnet

Mit Beginn des Monats April hat in Mexiko der Wahlkampf um das Präsidentenamt begonnen. Die Mexikaner sind am kommenden 1. Juli aufgefordert, einen neuen Präsidenten zu wählen. Außerdem werden an diesem Tag auch 500 Parlamentsabgeordnete, 128 Senatoren, drei Bürgermeister und 566 Präsidenten von Munizipien bestimmt.

Der Präsident wird für jeweils sechs Jahre gewählt. Die letzten Wahlen im Jahr 2006 wurden von Unregelmäßigkeiten und Vorwürfen wegen Wahlbetrug überschattet. Damals gewann Felipe Calderón (PAN) mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,56 Prozentpunkten. Sein Gegner, Andrés Manuél López Obrador, hatte das Ergebnis dieser Wahlen nie anerkannt. Er wird 2012 für das Wahlbündnis „Movimiento Progresista“, bestehend aus den Parteien PRD, PT und MC, erneut antreten.

Erste Wahlzettel gedruckt

Für das Bündnis aus PRI und Grüner Partei (PVEM) wird Enrique Peña Nieto antreten, zu dessen Wahlversprechen eine Kommission gegen Korruption sowie die Verringerung der Abgeordnetenzahl um einhundert Sitze gehören.

Für die Partei Nueva Alianza wird der ökonom Gabriel Quadri de la Torre als Kandidat antreten. Als Kandidatin der derzeit regierenden Partei PAN geht Josefina Vázquez Mota in Rennen. In einer Rede vor Anhängern ihrer Partei erklärte Vázquez, den Frieden im Land wieder herstellen zu wollen, ohne Straftäter dabei zu schonen oder mit ihnen zu verhandeln.

Die Wahlbehörde IFE und der Wahlrat haben unterdessen versichert, mit allen Mitteln für „saubere und faire Wahlen“ zu sorgen. Gestern wurde in Mexiko mit dem Druck der 248 Mio. Stimmzettel für den 1. Juli begonnen. (bh)