Kolumbien |

Vulkan Nevado del Ruiz spuckt Asche und Gas

Wegen der andauernden Gas- und Aschewolke aus dem Vulkan Nevado del Ruiz bleibt der regionale Flugverkehr weiterhin eingestellt, meldet die Nachrichtenagentur TeleSur. Nach einem Erdbeben Ende Mai begann Asche und Gas aus dem 5.321 Meter hohen Berg auszutreten.

Die Behörden riefen daraufhin Alarmstufe zwei aus, da weitere Aschewolken oder auch „ein Ausbruch in den kommenden Tagen oder Wochen“ möglich seien. Der Geologische Dienst SGC gab bekannt, dass die Aschewolke zwischenzeitlich bis zu 1.800 Meter über dem Kratergipfel schwebte, derzeit befinde sie sich rund 500 Meter über dem Gipfel. Beim ersten Ascheausstoß am 29. Mai waren laut SGC 1,34 Mio. Kubikmeter Asche in die Luft geschleudert worden.

1.500 Menschen evakuiert

Diese Situation könne noch Tage oder Wochen andauern, erklärte das Wissenschaftszentrum am vergangenen Montag. Rund 1.500 Einwohner, die am Fuß des Vulkans leben, mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen.

Der etwa 120 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá gelegene Vulkan Nevado del Ruíz hatte am 13. November 1985 die schwerste Naturkatastrophe des Landes verursacht. Bei einem Ausbruch verbunden mit einer Gletscherschmelze waren damals 25.000 Bewohner des Ortes Armero (Department Tolima) ums Leben gekommen. Eine Schlamm- und Gerölllawine hatte den Ort fast vollständig unter sich begraben. (bh)