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Vorläufiges Asyl für Haitianer verlängert

Die US-Regierung hat am Donnerstag beschlossen, das vorläufige Asyl für haitianische Erdbebenopfer ohne legale Papiere um 18 Monate zu verlängern. Diesen „Status des vorläufigen Schutzes“ (temporary protected status - TPS) erhalten auch die Haitianer, die in den zwölf Monaten nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 illegal in die USA eingereist sind. Sie dürfen nun bis zum 22. Januar 2013 weiterhin in den USA bleiben.

Die US-Regierung habe sich für die Verlängerung des TPS entschieden, um all denen Zuflucht zu bieten, deren Sicherheit durch eine Rückkehr nach Haiti gefährdet sei, so die Ministerin für Innere Sicherheit Janet Napolitano. Allerdings sollten Haitianer in ihrem Heimatland „keine Hoffnungen hegen“, in den USA einen legalen Status zu erhalten. Neu Einreisende müssten damit rechnen, abgeschoben zu werden.

Haitis Präsident Michael Martelly begrüßte die Entscheidung. Sie ermögliche den haitianischen Behörden, sorgfältig die Rückkehr der Mitbürger vorzubereiten, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Martelly hatte wenige Tage nach seinem Amtsantritt US-Außenministerin Hillary Clinton um eine TPS-Verlängerung gebeten.

Derzeit haben rund 48.000 Haitianer in den USA einen „Status des vorläufigen Schutzes“. Dieser Status schützt Migranten, die ohne legale Papiere in den USA leben und deren Ursprungsland von Naturkatastrophen oder bewaffneten Konflikten heimgesucht werden. Der Status ermöglicht den Migranten, während einer begrenzten Zeit legal in den USA zu arbeiten. (vh)