Honduras |

Verheerende Waldbrände durch Brandstiftung

In Honduras hat das Parlament den Einsatz von 2.000 Militärs zur Verstärkung der ´grünen Bataillone´ beschlossen, die derzeit verzweifelt gegen die verheerenden Waldbrände angehen. Bereits 17.000 Hektar Land sind den seit Anfang des Jahren wütenden 500 Feuersbrünsten zum Opfer gefallen.

Wie Trinidad Suazo vom honduranischen Institut zum Schutz des Waldes berichtet, wurde die Mehrheit der Feuer absichtlich gelegt. Jeder Hektar Wald, der in den Flammen aufgehe, koste das Land 700 US-Dollar.

Flughafen muss zeitweise geschlossen werden

Das Land befinde sich am Rand der Katastrophe, warnte der Abgeordnete Augusto Cruz Asencio. Die 2.000 Soldaten, die für Feuerbekämpfung freigesetzt wurden, seien unzureichend, um das Flammenmeer einzudämmen, ist er überzeugt.

Besonders betroffen sind die Wälder im Umkreis der Hauptstadt Tegucigalpa, die Departements Yoro im Norden und El Paraíso im Süden sowie das zentrale Comayagua-Tal. Der aufsteigende Qualm zwingt die Behörden dazu, den Flugplatz von Tegucigalpa an mindestens drei Stunden am Tag zu schließen.

Quelle: IPS Weltblick