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Verhandlung-Stopp in Cajamarca

Der Dialog zwischen Bergbau-Gegnern in der nordperuanischen Stadt Cajamarca und Vertretern der Zentralregierung in Lima ist vorerst gescheitert. Dies teilte der Präsident des Ministerrates Oscar Valdés lokalen Medien gestern mit. Lokalpolitiker hätten das Angebot eines Abkommens abgelehnt, dessen zentraler Bestandteil die Durchführung einer internationalen Umweltverträglichkeits-Studie zum umstrittenen Gold-Tagebauprojekt Conga der US-amerikanischen Bergbau-Firma Newmont.

Am Wochenende war Valdéz mit zahlreichen Ministern in das Bergbauzentrum gereist und hatte Gespräche mit Bürgermeistern der Region aufgenommen, die seit Wochen gegen das 4,8-Milliarden-Dollar-Investitionsprojekt auf die Barrikaden gehen. Offiziellen Angaben zufolge habe man kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens gestanden. Im letzten Moment war der Aktivist Wilfredo Saavedra in den Saal gestürmt und habe die Annullierung der größten Goldmine des Kontinents gefordert, zeigten Bilder des peruanischen TV-Senders TV Perú.

Auch der Präsident der Region von Cajamarca Gregorio Santos verweigerte seine Unterschrift. Die Verhandlungen zwischen Zentralstaat und Regionalvertretern seien »exklusiv«, so Santos. Die Minister-Delegation hatte erklärt, sie würde allein mit gewählten Vertretern in Verhandlungen treten, nicht mit Führern sozialer Bewegungen wie Saavedra. Auch heute blieb es noch unklar, wie die Suche nach einer friedlichen Lösung des Konfliktes um das Bergbau-Vorhaben weiter gehen wird. (bb)