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US-Firma will Gen-Lachs einführen

Das US-Unternehmen Aqua Bounty wird Mitte November im südchilenischen Puerto Montt für die Zucht genmanipulierten Lachses werben. Gut 1.000 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago gelegen, gilt Puerto Montt als die Hauptstadt der chilenischen Lachsindustrie.

Im Rahmen eines Workshops will Aqua Bounty die chilenischen Lachsproduzenten mit den wissenschaftlichen und technischen Grundlagen des Geschäfts vertraut machen. In den USA hat das Unternehmen bei der dortigen Lebensmittelbehörde einen Antrag auf Zulassung des ersten genmanipulierten Fisches gestellt, geplant ist die Zucht für den Massenkonsum. Bereits seit mehr als zehn Jahren bemüht Aqua Bounty sich um eine Genehmigung für die Kommerzialisierung. Genmanipulierte Lachse erreichen ihr Handelsgewicht bereits nach 16 bis 18 Monaten im Unterschied zu den üblichen 30 Monaten bei natürlichen Lachsen. Dadurch sparen die Züchter Nahrung.

Die USA importieren in großem Umfang Lachs aus Chile. Dort befürchten Vertreter der Lachsindustrie die mögliche Konkurrenz durch genmanipulierten Lachs. Die Folgen sind keineswegs nur finanzieller Natur, sondern betreffen auch die Umwelt und die Gesundheit der chilenischen Verbraucher. Zudem wird befürchtet, dass ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte und möglicherweise weitere genmanipulierte Fischarten folgen.

Quelle: adital