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UN-Konferenz will illegale Fischerei bekämpfen

Adveniat Lateinamerika Fische

Fischmarkt in Brasilien. Foto: Adveniat/Jürgen Escher

Über 150 Vertreterinnen und Vertreter aus 105 Ländern sind in Chile zu einer internationalen Konferenz der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zusammengekommen. Wie die Nachrichtenagentur EFE am Dienstag, den 5. Juni 2019, berichtet, wollen die Staaten die Regeln für die Ausgestaltung des internationalen Abkommens gegen illegale Fischerei, das sogenannte „Port State Measures Agreement“, ausarbeiten. 

In der Hauptstadt Santiago de Chile erklärte der Fischerei-Beauftrage der FAO, Javier Villanueva, dass die illegale Fischerei beispielsweise durch Informationsaustausch zwischen den Staaten bekämpft werden müsse, damit sie keine Gewinne mehr abwerfe. Laut dem Abkommen, das 2016 in Kraft trat, müssen Fischerboote bei Einlaufen in einen Hafen ihre Route und Angaben über den Fang lückenlos dokumentieren. Neben den großen Risiken für Fischbestände und Umwelt würden durch illegale Fischerei jedes Jahr 23 Milliarden US-Dollar an wirtschaftlichen Schäden entstehen. 

Die sogenannte IUU-Fischerei (illegal, undokumentiert und unreguliert) verringert Fischbestände, zerstört ökologische Lebensräume im Meer, verzerrt den Wettbewerb zwischen Staaten und Unternehmen, benachteiligt ehrliche Fischer und schwächt die Küstengemeinden, besonders in Entwicklungsländern. Ohne Kontrollen werde die Ressource Fisch als eines „der gesündesten Lebensmittel überhaupt“ geschädigt, erklärte Chiles Wirtschaftsminister José Ramón Valente. Chile ist die viertgrößte Fischfang-Nation der Welt und neben Norwegen einer der größten Lachs-Produzenten.

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