Peru |

UN fordert Konsultation von Indigenen bei Ressourcenprojekten

In dem jüngsten Bericht über Peru hat der Ausschuss für Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte der Vereinten Nationen (UN) kritisiert, dass in dem südamerikanischen Land die indigene Bevölkerung nicht ausreichend in die Entscheidungsprozesse um neue Ressourcenprojekte einbezogen wird. „Die Anhörung und informierte Zustimmung von Indigenen wird nicht systematisch in Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Ressourcen in ihren angestammten Gebieten eingebunden“, heißt es in dem Bericht vom 18. Mai. Erst im April dieses Jahres hat die Regierung das Recht auf Konsultation eingeführt, welches allerdings nach wie vor keine volle Mitbestimmung garantiert.

Die Kommission empfiehlt der Regierung von Ollanta Humala vor jedem neu geplanten Projekt Studien durchführen zu lassen, die die genauen Folgen für die Gesundheit der ansässigen Bevölkerung erfassen. Gleichzeitig solle in diesen Untersuchungen auch die Auswirkungen auf die Umwelt in den entsprechenden Regionen festgestellt werden, die als Grundalge für die Konsultation dienen können.

Indigene nach wie vor marginalisiert

Außerdem prangert die UN in ihrem Bericht an, dass die indigene Bevölkerung in Peru nach wie vor weit aus häufiger von Armut und absoluter Armut betroffen sei als der Rest der Peruaner. Auch der Zugang zu sozialer Infrastruktur - wie Bildung und Gesundheit - sei in den ländlichen Gebieten mit hohem Anteil Indigener bis heute extrem eingeschränkt. Um die genaue Situation der betroffenen Bevölkerungsruppen zu erfassen, fehle es weiterhin an geeigneten Mitteln der Erhebung. (aj)

Das Kapitel des UN-Berichts über Peru (Englisch) finde Sie hier.