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Umsiedlungen wegen Fuüball-WM 2014 geplant

In Porto Alegre, Hauptstadt des südlichsten brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sol, droht etwa 4.500 Familien eine Umsiedlung. Die Millionen-Metropole zählt zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Betroffene fordern Klarheit

Hintergrund sind Bauprojekte im Zusammenhang mit dem sportlichen Großereignis. So soll die Piste des internationalen Flughafens Salgado Filho erweitert werden. Porto Alegres Viertel Cristal, Cruzeiro und Divisa wären den Planungen zufolge vom Bau einer zweiten Zugangsstraße zum Stadion Beira-Rio betroffen. Hier hatten in den vergangenen Tagen 500 Bewohner protestiert und von den Behörden Informationen bezüglich der Pläne für eine Wiederansiedlung verlangt. Die Mehrzahl der Familien solle dem Bauprojekt für die Fußball-WM nicht weichen müssen, so die Forderung.

Bundesstaatsanwaltschaft alarmiert

Kürzlich hatte Brasiliens Bundesstaatsanwaltschaft die Befürchtung geäußert, es könnten „massive Umsiedlungen“ von Armen bevorstehen. In Brasília wurde daher im Januar eine Sonderarbeitsgruppe „Mega-Events und angemessenes Wohnen“ ins Leben gerufen. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates São Paulo kündigte ebenfalls eine genaue Beobachtung der sozialen Auswirkungen der geplanten Baumaßnahmen rund um die WM an. Man prüfe Legalität und Ordnungsmäßigkeit. (bs)

Quellen: púlsar, amerika21, MPF