Kolumbien |

überschwemmungsopfer gehen auf die Straüe

Mehr als 3.000 Überschwemmungsopfer haben in der kolumbianischen Hafenstadt Barranquilla gegen Versäumnisse der Regionalregierung protestiert. Sie werfen den Behörden vor, die Schäden nach dem Bruch des historischen "Canal de Dique" noch nicht beseitigt zu haben, wie die kolumbianische Tageszeitung "El Tiempo" berichtet. Zudem gebe es noch keine Anstalten, die zerstörten Dörfer wie versprochen wiederaufzubauen. Nur ein Teil der zugesagten Gelder aus dem humanitären Hilfsfonds sei bislang tatsächlich ausgezahlt. "Man hat das Geld geraubt", zitiert "El Tiempo" den Initator der Proteste, Fray Luis Paez Saravia.

Kolumbien erlebt derzeit die schwersten Überschwemmungen seiner Geschichte. Nach Behördenangaben sind insgesamt 2,7 Millionen Menschen betroffen. Besonders betroffen sind die Karibik-Departments im Norden, in die die großen Flüsse die Wassermassen transportieren. Allein durch den Bruch des "Canal del Dique" sind nach Angaben der Caritas mehr als 60.000 Menschen betroffen; mindestens 470.000 Wohnhäuser seien beschädigt. Die Gesamtschäden belaufen sich offiziellen Schätzungen zufolge auf umgerechnet zwei Milliarden Euro.

Quelle: kna