Peru, Chile, Bolivien |

Überschwemmungen nach starken Regenfällen

Sintflutartige Regenfälle haben Ende vergangener Woche in der Pazifikregion Südamerikas zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen ist die südperuanische Stadt Arequipa. Dort sind Tausende von der Strom- sowie Trinkwasserversorgung abgeschnitten, 48.000 Häuser wurden überflutet und sechs Menschen kamen ums Leben. Die Regierung hat den Notstand für die Stadt ausgerufen. örtliche Meteorologen gaben an, dass es innerhalb von sieben Stunden so viel geregnet habe, wie sonst in drei Monaten. Niederschläge solchen Ausmaßes seien bisher noch nicht aufgezeichnet worden.

In der chilenischen Hauptstadt Santiago führte der starke Regen bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr dazu, dass mehrere Millionen Einwohner der Stadt keinen Zugang zu Trinkwasser hatten. Der hohe Niederschlag sowie das Abschmelzen der Gletscher in den Anden führten zu Erdrutschen in 4.000 Meter Höhe. Ein Teil dieser Erdmassen gelangte in den Fluss Maipo, welcher von der Firma Aguas Andinas zur Wasserversorgung in der Millionenmetropole genutzt wird. Die Firma sah sich gezwungen aufgrund des verunreinigten Wassers, die Versorgung zu unterbrechen. Vier Millionen Menschen mussten das letzte Wochenende ohne Trinkwasser zu Recht kommen. Der Service konnte am Abend des 10. Februars aber nahezu vollständig wieder aufgenommen werden.

Die bolivianischen Behörden meldeten ebenfalls ungewöhnlich starke Regenfälle im ganzen Land. Insgesamt seien 9.000 Menschen besonders schwer von der Katastrophe betroffen. Weiterhin müssten die Bauern vor Ort mit hohen Ernteschäden rechnen. (aj)

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