Kolumbien |

Toter ins Bürgermeisteramt gewählt

Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben in Kolumbien die Bürger der Gemeinde Magüí Payán im Departament Narino gegen den Mordanschlag auf den Bürgermeister-Kandidaten Luis Gonzalo Marinez reagiert. Mit exakt 1780 Stimmen wählten die Einwohner des Dorfes den am 14. Oktober ermordeten Kandidaten der Liberalen Partei trotzdem ins Amt.

"Die Leute haben für Luis Marinez gestimmt, dieser Tag war für Luis Marinez", sagte Jimmy Alexánder Hurtado Caicedo, der von der „Partido Liberal“ als Nachfolger für den ermordeten Marinez nominiert wurde.

Unklar ist wer nun neuer Bürgermeister in dem Dorf wird. Die Liberale Partei erhielt mit dem toten Kandidaten und dessen nominierten Nachfolger zwar die meisten Stimmen, doch die verteilten sich auf zwei Kandidaten. Nutznießer könnte Wálter Hernando Quiñónez sein, der die zweitmeisten Stimmen hinter dem toten Kandidaten erhielt. Im Gespräch sind nun Neuwahlen oder wie in den Statuten vorgesehen die "Übergabe" der Stimmen an den Vertreter des ermordeten Kandidaten. (TK)