Panama |

Teilnehmer der Bergbauproteste erliegt seinen Verletzungen

Der bei einer Auseinandersetzung zwischen Indigenen und Polizei Anfang Februar schwer am Bein Verletzte indigene Franklin Javilla ist am vergangenen Dienstag gestorben.
Sicherheitskräfte hatten am 5. Februar gewaltsam versucht, die Straßenblockaden der Ngöbe Buglé auf der Fernverkehrsroute Panamericana aufzulösen und dabei Schusswaffen eingesetzt. Damit ist die Zahl der Todesopfer auf insgesamt drei Personen angestiegen. Die weiteren Todesopfer sind die Indigenen Jerónimo Rodríguez Tugrí und Mauricio Méndez.

Sowohl der UN-Sonderbotschafter für indigene Rechte, James Anaya, als auch die interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH hatten die Repression kritisiert und die Regierung Panamas aufgefordert, die indigenen Rechte wie auch das Demonstrationsrecht zu garantieren.

Kupfervorkommen auf indigenem Territorium

Bei den Vermittlungsgesprächen unter Leitung des Bischofs von David, José Luis Lacunza, verpflichteten sich die Indígenas, ihre Proteste zu beenden. Die Regierung versprach ihrerseits, die Polizeibeamten aus dem Konfliktgebiet abzuziehen, für die Sicherheit der indigenen Vertreter zu sorgen und alle im Zuge der Proteste verhafteten Indígenas ohne Anklage wieder freizulassen.

Die Konfliktregion in der Provinz Chiriquí an der Grenze zu Costa Rica verfügt über reiche Bodenschätze. Kanadische und koreanische Firmen wollen die Kupfervorkommen unter dem Berg „Cerro Colorado“ ausbeuten, der sich auf indigenem Territorium befindet und den Indígenas heilig ist. (bh)