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Susana Villarán bleibt Bürgermeisterin von Lima

Die amtierende Bürgermeisterin von Lima, Susana Villarán, wird Lima bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2014 regieren. Die Politikerin konnte eine Umfrage zur Abberufung von ihrem Amt am Wochenende mit 52 Prozent gewinnen. Um über die Frage zu entscheiden, ob Villarán weiterhin die Hauptstadt Perus regieren sollte, waren sechs Millionen Wahlberechtigte am Sonntag, 17. März, dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. 47 Prozent stimmten dafür, dass die 63-Jährige ihren Posten verlässt. „Heute hat niemand verloren, heute hat Lima gewonnen“, kommentierte sie das Ergebnis.

Die Abstimmung wurde von einer Gruppe Oppositioneller Ende vergangenen Jahres erzwungen. Sie reichten Beschwerde gegen Villarán ein. Sie würde ihr Amt nicht effizient ausüben und sollte deswegen noch vor dem Ende ihrer Amtszeit zurücktreten. Die Opposition legte ausreichend Unterschriften vor, um die Wahlberechtigten von Lima an die Urnen zu bitten.

Kampf gegen Korruption die wahre Ursache für den Gegenwind?

Susana Villarán wurde 2010 als erste Frau in das Bürgermeisteramt von Lima gewählt. Die Politikerin gilt als eine leidenschaftliche Verfechterin der Menschenrechte und kündigte zu Beginn ihrer Amtszeit der Korruption in Lima den Kampf an. Sie leitete in den vergangenen zwei Jahren mehrere Reformen ein und bemühte sich, das chaotische Transportsystem der Millionenmetropole zu organisieren. Die Unterstützer der Bürgermeisterin gehen davon aus, dass dieser Kampf gegen die Korruption der wahre Grund dafür ist, dass die Opposition ihre Zeit als Regierungschef von Lima verkürzen möchte. (aj)