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Survival International warnt vor ?–lpipeline

Survival International hat die Vereinten Nationen vor massiven ölbohrungen im nördlichen Amazonasgebiet von Peru gewarnt. In einem Brief an den den UN-Sonderberichterstatter für indigene Völker, Professor James Anaya, schrieb die Organisation, dass die Suche nach Erdöl unkontaktierte Völker zu dezimieren drohe. "Perus Regierung verletzt schamlos internationales Recht, indem es Unternehmen erlaubt, in dieser Region zu arbeiten.“ Die Organisation fordert eine möglichst schnelle Untersuchung der Situation durch die Vereinten Nationen. „Wenn nichts unternommen wird, könnten einige der gefährdetsten Bewohner der Welt ausgelöscht werden."

Perenco, ein in der Region tätiges Erdölunternehmen, habe erst kürzlich bekannt gegeben, 50.000 Tonnen "Bau- und Verbrauchsmaterial" in die Region transportiert zu haben, berichtete Survival. Perenco warte auf die Genehmigung des peruanischen Energieministeriums, um eine Pipeline zu bauen, die 207 Kilometer durch das Land verlaufen solle und sich auf beiden Seiten mehr als 500 Meter auf den Regenwald auswirken werde.

Bei den anderen ölunternehmen handelt es sich nach Angaben von Survival um Repsol-YPF und ConocoPhillips. Diese hätten beantragt, auf einer Strecke von 454 Kilometern Schneisen zu schlagen, um nach öl zu forschen. Der betroffene Teil des Amazonas sei laut Wissenschaftlern eines der artenreichsten Gebiete Südamerikas, so Survival International.

Quelle: Survival international