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Studenten übergeben Forderungskatalog für Gespräche

Die studentische Dachverband Confech und die Lehrervereinigung übergaben dem chilenischen Kabinettschef Felipe Bulnes am 12. September einen Forderungskatalog. Dieser soll Grundlage für die Fortsetzung des Dialogs zwischen Protestierenden und Regierung sein. Ein Treffen mit den Studenten sei derzeit "wegen Terminschwierigkeiten“ nicht möglich, so Bulnes.

Bereits seit April protestieren Lehrer, Schüler und Studenten für eine qualitative Verbesserung der öffentlichen Bildung und sowie einen kostenlosen Zugang zum Bildungssystem. Der Protestbewegung haben sich mittlerweile breite Teile der Bevölkerung angeschlossen, so unter anderem auch die Angestellten des staatlichen Gesundheitswesens.

Studenten zum Dialog bereit

Man sei bereit zu einem Dialog, so die Studenten. Die Regierung müsse jedoch Grundvoraussetzungen schaffen, „damit der Dialog auf der Höhe der Zeit stattfinden kann und die Forderungen der Zivilgesellschaft nach einer Strukturreform der chilenischen Bildung“ im Dialog entsprechend repräsentiert sein könnten, heißt es in dem Schreiben der Studenten.

Die Studenten fordern unter anderem, Gesetzesvorhaben zur Bildung wieder einzustampfen, die derzeit im Parlament bereits verhandelt werden, die Gesprächsrunden im Fernsehen zu übertragen und keine Gelder mehr für Privatuniversitäten zur Verfügung zu stellen.

Aus Erfahrung der „Pinguine“ lernen

Angesichts des Streiks, der für viele Schüler und Studenten hohe Ausfallzeiten bedeutet, fordern die Studierenden das Semesterende nach hinten zu verlegen und die Fristen für die Verlängerung von Stipendien und Krediten zu veranlassen. Auch müsse das gegenwärtige Schuljahr neu organisiert werden.

„Wir wollen den Regierenden damit nicht die Pistole auf die Brust setzen", unterstrich der Vorsitzende der Studentenvereinigung der Universität Los Lagos, Patricio Contreras. Angesichts der negativen Erfahrungen der Schülerproteste bei der so genannten "Revolution der Pinguine" im Jahr 2006 wolle man jedoch entsprechende Grundvoraussetzungen für den Dialog schaffen. (bh)

Quelle: Adital