Peru |

Studenten protestieren gegen Terrorismus

Rund 2.000 Studenten und Angestellte der Nationalen Universität San Marcos sind am Dienstag in Lima auf die Straße gegangen, um für ein endgültiges Ende der Gewalt durch den Leuchtenden Pfad zu demonstrieren. Nach Angaben des Rektors und Organisators des Protestmarsches Peter Cotillo seien in der Vergangenheit vermehrt Mitglieder der „Bewegung für Amnestie und Grundrechte“ (MOVADEF) auf dem Campus bei der Überzeugungsarbeit gesehen worden. Die MOVADEF gilt in Peru als politsicher Arm der Guerilla Leuchtender Pfad. Sie setzt sich vor allem für die Straffreiheit der inhaftierten Mitglieder des Leuchtenden Pfades ein, die sie als Grundbedingung für die nationale Versöhnung sieht. Eins der großen Ziele der Bewegung ist die Amnestie des Gründers des Leuchtenden Pfads Abimael Guzman.

„Nie wieder Terrorismus“

Laut Cotillo wollten er und die Studenten der Universität mit ihrem Marsch auf friedliche Art und Weise verdeutlichen, dass sie die Universitäten des Landes gewaltfrei halten möchten und auch generell dem Terrorismus in Peru keine Chance geben wollen. “Wir sind ein Ausbildungsbetrieb. Wir widmen uns der Forschung sowie der sozialen Projektion und versuchen so das Land zu entwickeln“, betonte Cotillo. Die Protestanten marschierten von der Universität mit Schildern, auf denen „Nie wieder Terrorismus“ stand, zum Plaza Dos de Mayo im Zentrum von Lima. Dort trafen sie auf weitere Demonstranten von anderen Universitäten und hielten gemeinsam eine Schweigeminute für die Opfer des Terrorismus ab.

Die maoistische Guerilla Leuchtender Pfad entstand in den 1960er Jahren als Bewegung gegen die Armut in einigen Teilen Perus. In den 1980er Jahren ging die Gruppe in den Untergrund, um einen bewaffneten Kampf gegen das politische System zu beginnen. Nach offiziellen Angaben sind in der Auseinandersetzung zwischen dem Leuchtenden Pfad und der peruanischen Regierung ca. 70.000 Menschen ums Leben gekommen. (aj)