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Studenten beenden Hungerstreik

Der mehr als drei Wochen andauernde Hungerstreik einer Gruppe von oppositionellen Studenten in Venezuela ist beendet. Die Demonstranten, die ihr Lager vor dem Gebäude der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aufgeschlagen hatten, begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Regierung von Staatspräsident Hugo Chavez zu direkten Gesprächen bereit sei. Noch in dieser Woche wollen sich Vertreter der Studenten mit Innen- und Justizminister Tareck El Aissami zu einem "runden Tisch" treffen. "Wir haben den Streik beendet", bestätigte Studenten-Sprecher Larent Saleh gegenüber Journalisten.

Kernforderung der Demonstranten ist die Freilassung von 27 Inhaftierten, die sie als politische Gefangene betrachten. Zudem forderten sie einen Besuch des OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza in Venezuela mit dem Ziel die Menschenrechtslage im Land zu überprüfen.

Die katholische Kirche in Venezuela hatte sich hinter die protestierenden Studenten gestellt. "Ich hoffe, dass die Stimmen dieser jungen Leute gehört werden, denn sie kämpfen für ihre Rechte und die Werte der Verfassung", zitierten oppositionelle Medien den regierungskritischen Kardinal Jorge Urosa Savino. (TK)