Costa Rica |

Streit um Goldmine

In Costa Rica tobt zwischen den Bischöfen des mittelamerikanischen Landes und Staatspräsident Oscar Arias ein heftiger Streit um die Auswirkungen einer umstrittenen Goldmine. Die nationale Bischofskonferenz forderte den Staats- und Regierungschef auf, das Projekt zu stoppen, bis die Umweltverträglichkeit des Tagebergbaus in Las Crucitas im Norden des Landes nachgewiesen sei. Die Kirchenvertreter berufen sich in einem offenen Brief an den Präsidenten und Friedensnobelpreisträger dabei auf zahlreiche Umweltstudien, die einen negativen Einfluss der Mine auf die Natur befürchten. Insbesondere sei der Schutz der Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Region sowie des Flusses San Juan nicht gewährleistet.
Arias wies die Kritik der Bischöfe scharf zurück: "Die Bischöfe sind weder Geologen noch Biologen.", zitierte die Tageszeitung "El Nuevo Diario" den Präsidenten. Diese Frage solle nicht von der Kirche, sondern von den dafür zuständigen politischen Gremien geklärt werden. Die Goldmine sei von nationalem Interesse garantiere zahlreiche Arbeitsplätze und sorge für wirtschaftliche Stabilität in der Region. (tk)