Argentinien |

Solarenergie für 100 Sozialbauten

Eine Allianz aus Sozialverbänden, Unternehmern, Wissenschaftlern und Behörden hat sich zum Ziel gesetzt, den Stromverbrauch einer Sozialbausiedlung in der argentinischen Ortschaft Moreno durch Solarstrom drastisch zu senken. So soll La Perla zum ersten energieeffizienten Viertel des südamerikanischen Landes werden.

Im Rahmen des sogenannten ´Projekts 100´ wurden bereits die ersten Solarzellen auf den Dächern von 33 Gebäuden von La Perla, knapp 40 Kilometer westlich der Hauptstadt Buenos Aires gelegen, installiert. Da die Siedlung nicht an das öffentliche Gasversorgungsnetz angeschlossen ist, sind die dort lebenden Familien gezwungen, auf Gasflaschen zurückzugreifen. Vorangetrieben wird Projekt 100 vom Forum für den sozialen und energieeffizienten Wohnungsbau (FOVISEE). Wie die Koordinatorin María Fernanda Miguel erläutert, zielt die Maßnahme auch darauf ab, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sich die oftmals separat diskutierten Themen Wohnung, Energie und Nachhaltigkeit durchaus als zusammengehörend betrachten lassen.

Energieverbrauch senken

FOVISEE fördert in Kooperation mit Stadt- und Gemeindeverwaltungen den energieeffizienten sozialen Wohnungsbau. Dem Forum zufolge haben die bisherigen Erfahrungen gelehrt, dass der fehlende Zugang zur regulären Gasversorgung den Strombedarf in Sozialbauten deutlich in die Höhe treibt. Gerade durch den Einsatz von thermischen Solarenergieanlagen lasse sich der Energiekonsum jedoch spürbar senken.

"Die ersten Ergebnisse zeigen, dass der Verbrauch in den energieeffizienten Wohneinheiten um bis zu 50 Prozent geringer ausfällt", meint dazu Miguel. Finanziert wird das Projekt 100 auch durch Spenden, unter anderem der deutschen Botschaft.

Quelle: IPS-Weltblick