Mexiko |

Sieben Bergleute tot aufgefunden

Mexiko beklagt den Tod von sieben Bergleuten. Die Körper der vermissten Minenarbeiter, die am Dienstag bei einer Grubengas-Explosion in dem Kohlebergwerk »La Florida« nahe der Kleinstadt Barroterán in der Gemeinde Múzquiz im nordmexikanischen Bundesstaat und Bergbau-Zentrum Coahuila als verschüttet galten, wurden am Mittwoch tot geborgen, so lokale Behörden.

Der Gouverneur von Coahuila Rubén Moreira Valdez, bedauerte den Unfall. »Schon wieder so eine Tragödie, wir drängen weiter darauf, dass die Sicherheit in den Bergwerken Priorität haben muss«, kündigte der Politiker in der Tageszeitung »La Vanguardia« mehr staatliche Kontrollen an. Den Familien der Opfer, die zum Todeszeitpunkt zwischen 20 und 39 Jahre alt waren, sprach Moreira sein Beileid aus.

Den Hinterbliebenen werde zudem Unterstützung zuteil. Aus dem Arbeitsministerium hieß es am Mittwoch, das Bergbau-Unternehmen sei in der Vergangenheit 16 Mal überprüft worden. Dabei seien Sicherheitsdefizite festgestellt worden, »mangels Notausgänge« sei eine Teilschließung gefährlicher Bereiche angeordnet worden, so das Ministerium.

In Mexikos Bergbausektor arbeiten rund 250000 Menschen. Der Durchschnittlohn eines einfachen Bergmannes beträgt zwischen 160 bis 310 US-Dollar, die meisten haben Sozialversicherung und geregelte Arbeitszeiten. Der Großteil der Kohle wird für die heimische Stromproduktion und Stahlindustrie geliefert. Das zuletzt schwerste Bergunglück passierte 2006, ebenfalls in Coahuila. Nach einer Grubenexplosion konnten 65 Männer nicht gerettet werden. 16 Tage zuvor war die Unglücksmine »Pasta de Conchos« inspiziert worden. (bb)