Argentinien |

Senat stimmt "€žGletscher-Gesetz"€? zu

Argentiniens Senat hat am Donnerstag grünes Licht für das viel diskutierte „Gletscher-Gesetz“ gegeben. Dieses schützt nicht nur die Gletscher, sondern auch angrenzende Gebiete. Bergbauaktivitäten in den ökologisch sensiblen Andenregionen entlang der 5.000 Kilometer langen chilenisch-argentinischen Grenze sind künftig nur noch mit Einschränkungen möglich.

Achtstündige Debatte

Gegenüber standen sich zwei unterschiedliche Gesetzesprojekte. Das eine war vom Senat selbst im September 2009 ausgearbeitet und verabschiedet worden. Das andere hatte Argentiniens Abgeordnetenhaus im September gebilligt, es enthielt im Vergleich zum Projekt des Senats mehrere Veränderungen. Nach den Namen seiner Initiatoren hieß es „Filmus-Bonasso“. Nach einer mehr als achtstündigen Debatte erteilten die Senatoren nun dem Projekt des Abgeordnetenhauses knapp ihre Zustimmung. Das Ergebnis lautete 35 zu 33 für das Gletscher-Gesetz, ein Senator enthielt sich der Stimme.

Strategisches Wasserreserven

Die Gletscher werden in dem Gesetz als strategische Wasserreserven und zugleich als öffentliche Güter verstanden. Senator Daniel Filmus hob hervor, dass die Vereinten Nationen erst kürzlich das Recht auf Wasser als ein Menschenrecht definiert hätten. Es sei wichtiger, Wasser zu haben als Gold, sagte Filmus in Anspielung auf die Ambitionen der Bergbaukonzerne. Einem „Nationalen Gletscher-Inventar“ soll nun die Aufgabe zukommen, alle zum Schutz der Gletscher relevanten Informationen zu sammeln und zu überwachen, welche Veränderungen sich abspielen. (bs)

Quelle: Agencia Pulsar