Kolumbien |

Schriftsteller Garcia Marquez wird 85

Gabriel Garcia Marquez, kolumbianischer Schriftsteller, wird am Dienstag 85 Jahre alt. Zu Weltruhm gelangte er mit seiner 1967 erschienenen Familiensaga "Hundert Jahre Einsamkeit". Internationale Erfolge feierte Garcia Marquez auch mit der Erzählung "Chronik eines angekündigten Todes" über einen sogenannten Ehrenmord in der kolumbianischen Provinz sowie den beiden Romanen "Die Liebe in Zeiten der Cholera" und "Der General in seinem Labyrinth". 1982 erhielt er den Literaturnobelpreis.

Geboren wurde Garcia Marquez am 6. März 1927 in Aracataca. Die kleine Ortschaft an der kolumbianischen Karibikküste diente auch als Vorbild für die fiktive Stadt Macondo, Schauplatz von "Hundert Jahre Einsamkeit". Im Juni 2006 scheiterte Medienberichten zufolge ein Versuch, die Geburtstadt des Schriftstellers in "Aracataca-Macondo" umzubenennen. Nur die Hälfte der erforderlichen 7.400 Wähler ging damals an die Urne. Garcia Marquez ist seit 1958 mit Mercedes Barcha verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne, Rodrigo und Gonzalo.

Bekannt ist der Autor auch für sein politisches Engagement. Umstritten waren seine Kontakte ins kommunistische Kuba und zu dessen langjährigem Staatschef Fidel Castro. In der Hauptstadt Havanna machte sich der Kinoliebhaber für die Einrichtung der inzwischen auch international renommierten Internationalen Schule für Film und Fernsehen stark. In seiner Heimat Kolumbien vermittelte Garcia Marquez im Dauerkonflikt mit den ursprünglich kommunistischen FARC-Rebellen. Auch bezog er Stellung gegen die chilenische Militärdiktatur unter Augusto Pinochet. Zu seinen Gesprächspartnern in Europa zählten unter anderen Frankreichs Staatspräsident Francois Mitterrand und Papst Johannes Paul II.