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Schon 47 Dengue-Opfer in diesem Jahr

Dem Dengue-Fieber sind in Paraguay im bisherigen Jahresverlauf bereits 47 Menschen zum Opfer gefallen. Das hat das Gesundheitsministerium des Landes bekanntgegeben. Im gesamten Jahr 2011 hatte die Zahl der Todesfälle nur 15 betragen. 26.000 Personen stehen derzeit unter Verdacht, sich infiziert zu haben. Bei 20.000 von ihnen hat sich das Krankheitsbild von Dengue bestätigt. Besonders betroffen ist die Hauptstadtregion Asunción.

Stehende Gewässer Brutstätten für Moskitos

Der Moskito, der den Virus überträgt, vermehrt sich in stehenden Gewässern. Die Krankheitssymptome des Dengue-Fiebers sind starke Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Schwindelgefühl. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wird empfohlen, Insektenschutzmittel zu verwenden. Außerdem sollten Wasserbehälter wie Eimer geleert werden – eine Vorsichtsmaßnahme nicht nur gegen Dengue, denn die Moskitos können zum Beispiel auch Malaria oder Gelbfieber übertragen. Grundsätzlich ist die Plage aber überall in der Wohnung anzutreffen: Unter Betten, hinter Möbeln und in Gardinen.

2011 reichten die Krankenhausbetten kaum aus

Paraguay sensibilisiert für die Problematik durch ein Programm, in dessen Rahmen Lehrer oder Sozialarbeiter die Menschen über Dengue aufklären. Im März 2011 war die Lage so dramatisch, dass alle nicht dringlichen Operationen in den Krankenhäusern aufgeschoben werden mussten: Für 13.000 Dengue-Patienten wurde jedes freie Bett benötigt, es herrschte ein Mangel an Ärzten und Krankenschwestern. Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich 22.000 Menschen an Dengue-Fieber. (bs)